Ein Unternehmen der evangelischen Kirche und Logo Diakonie

Freitag, 24. Juli 2020

Trägerschaft gesucht

Außerschulische Hausaufgabenbetreuung in Schwandorf endet nach 22 Jahren

Am Donnerstag, dem 23.07., dem vorletzten Schultag, wurden im Lager des Werkhofes in Schwandorf für geladene Gäste Butterbrezen und Himbeerschnitten serviert. Anlass war die Verabschiedung vom Projekt „Außerschulische Hausaufgabenbetreuung für Migrantenkinder“. Im Mittelpunkt stand dabei die Mathematiklehrerin Frau Diz Irina, die diese bereits seit 1998 mit viel Herz und Hirn durchführte. Mit dabei waren unser evangelischer Pfarrer, Arne Langbein, in dessen Räumlichkeiten im evangelischem Gemeindezentrum die Kinder betreut wurden und Diakon Jürgen Weich vom Diakonieverein Schwandorf, der dieses Projekt seit Jahren kräftig mit einem Zuschuss unterstützt. Wir durften auch die Lehrerin Angela Sheppard begrüßen, die seit 2012 Frau Diz vor allem in den Fächern Deutsch und Englisch bei ihrer Arbeit unterstützte.

Angelika Krüger, Geschäftsführerin vom Werkhof, dankte allen Anwesenden für den jahrelangen tatkräftigen Einsatz, für die vorbildliche Zusammenarbeit und vor allem auch für das Engagement, auf diese Art und Weise  einen Beitrag mit zu einer gelingenden Integration zu leisten.

Jeweils Dienstag und Donnerstag Nachmittag wurde mit ca. 10 -15 Mädchen und Buben im Gemeindesaal gelernt, geübt und auch gespielt. Die Rahmenbedingungen hierfür lagen zunächst beim Jugendmigrationsdienst der kath. Jugendfürsorge und wurden im Jahr 2011 vom Werkhof übernommen. Unter der Projektleitung der Sozialpädagogin Mirjam Winklmann entstand ein enges Netz an Unterstützungsangeboten  auch für die Familien der Kinder, immer unter Einbeziehung der Schulsozialarbeit, der evangelischen  Kirche und des diakonischen Werkes.

Unter der Trägerschaft des diakonischen Werkes ist insbesondere das F I T  Programm (fördern/ integrieren/ teilhaben) zu nennen,  über das für einen  Zeitraum von vier Jahren, von 2012 bis 2016  die Tätigkeit von Frau Winklmann finanziert werden konnte.

Seit einiger Zeit hat sich die Herkunft der Kinder hin zu arabischsprechenden Ländern wie z.B. Syrien  verändert, die Kinder sprechen und verstehen kaum Deutsch, was die Betreuungskräfte vor besonders hohe Anforderungen stellte.

Mit diesem Schuljahr sucht der Werkhof, gemeinsam  mit Frau Diz, die nun in ihre wohlverdiente  tatsächliche – Rente geht, eine neue Trägerschaft  in Schwandorf für diese spezielle Form der  Hausaufgabenbetreuung.

www.onetz.de/oberpfalz/schwandorf/fluechtlingskindern-hausaufgaben-gemacht-id3066916.html